Was ist eine Kreditversicherung?
Ein Begriff, viele Produkte

„Eine Kreditversicherung ist eine Kreditversicherung, kann aber auch eine Kreditversicherung sein.“ – Haben wir uns wirr ausgedrückt? Tatsächlich ist der Begriff „Kreditversicherung“ mehrfach belegt. Deshalb schauen wir hier genauer hin – und schaffen eine Begriffsdefinition.

Wenn Interessierte im Internet nach „Kreditversicherung“ suchen, stoßen sie häufig auf unsere Website und nehmen Kontakt mit uns auf. Dennoch werden nicht alle Suchenden bei uns fündig. Manche wünschen sich etwas, das mit unserer Tätigkeit als Kreditversicherungsmakler nichts zu tun hat: Policen für Verbraucher.

Wir, die Wa-Ka, informieren über die (Waren-) Kreditversicherung für Unternehmen. Sie schützt Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weltweit vor Zahlungsausfällen. Verbraucher, die ihre privaten Kredite und Darlehen gegen Tod, Berufsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit absichern wollen, finden auf unserer Website keine Lösung. Warum ist das so, und worin unterscheiden sich die Produkte? In diesem Text definieren wir den Begriff Kreditversicherung sowohl für Unternehmen als auch für Privatpersonen.

Der Begriff Warenkreditversicherung – die Kreditversicherung für Unternehmen

Beginnen wollen wir mit unserem Schwerpunkt, der klassischen Warenkreditversicherung (WKV) – der Absicherung von B2B-Forderungen Ihres Unternehmens. Im Handel mit gewerblichen Kunden ist das Gewähren von Zahlungszielen ein üblicher Vertragsbestandteil. Ihr Kunde wird die Ware liefern und die Rechnung nach dem vereinbarten Zahlungsziel begleichen. Sie geben Ihrem Kunden damit einen Waren-Kredit.

Zahlt ein Kunde spät oder gar nicht, fehlt nicht nur das Geld für alle Auslagen der Vergangenheit – wie Vorprodukte und Arbeitskosten –, es fehlt auch die Liquidität, um das Unternehmen gegenwärtig und künftig zu finanzieren. Die entstehenden Engpässe können Unternehmen unverschuldet in Existenznöte bringen.

Eine Warenkreditversicherung schützt Unternehmen vor diesen folgenreichen Forderungsverlusten und hilft dem Versicherungsnehmer bei der Beitreibung überfälliger Forderungen. Ihre offenen Posten sind gegen die Insolvenz, aber auch gegen Zahlungsunwilligkeit Ihres Kunden abgesichert. Die Liquidität bleibt bestehen, und das Risiko eines Zahlungsausfalls wird kalkulierbar.

Formen der Warenkreditversicherung

In der Vergangenheit unterschied man häufig zwischen Warenkreditversicherung (WKV) und Ausfuhrkreditversicherung (AKV). Während die WKV inländische Forderungen absicherte, bezog sich die AKV auf Forderungen gegenüber Kunden im Ausland. Inzwischen werden beide Policen unter der WKV zusammengefasst., nur vereinzelt trifft man in älteren Vertragswerken noch auf die Unterscheidung WKV-AKV. In diesen Fällen sollten Sie die Aktualität des Bedingungswerks und des Vertrags prüfen. Unter Umständen bieten neuere Bedingungswerke Vorteile für den Versicherungsnehmer. Wird heute eine AKV angeboten, verbirgt sich dahinter eine klassische Warenkreditversicherung, in der der Versicherungsumfang auf die Auslandsforderungen begrenzt ist.

Neben der klassischen WKV gibt es verschiedene Speziallösungen, darunter:

Im Mittelpunkt einer Warenkreditversicherung stehen drei Ziele: Schadenverhütung, Schadenminderung und Schadenvergütung.

Begriff Kreditversicherung Säulen einer Warenkreditversicherung
Die drei Säulen einer Kreditversicherung
(Grafik: Wa-Ka Kreditversicherungsmakler GmbH, beim Klick auf die Grafik können Sie sich die Abbildung als PDF herunterladen)

Kurz gesagt: Eine Kreditversicherung (WKV) schützt die Liquidität Ihres Unternehmens. Sie kann zudem als Basis für eine Forderungsfinanzierung via Factoring dienen.

Kreditversicherung für Privatpersonen

Bei Privatpersonen wird der Begriff der Kreditversicherung mit verschiedenen Lösungsansätzen in Verbindung gebracht. Die verbreitetste Lösung war in der Vergangenheit ein Kombiprodukt der Banken – insbesondere der Consumer Banken. Wer einen Kredit aufnehmen wollte, schloss mit dem Darlehensvertrag direkt eine Kreditversicherung ab. Diese Kombiprodukte standen in der Vergangenheit deutlich unter Druck, da sie aus Sicht der Kreditnehmer nicht immer sinnvoll waren. Seit dem 1. Juli 2022 gelten hierfür neue Vorgaben: Kredit und Versicherung müssen vertraglich und zeitlich getrennt voneinander abgeschlossen werden.

Was will ein Privatkunde absichern?

Die Auswahl der richtigen Police ist stark von der Investitionssumme und vom Absicherungswunsch abhängig. Wir gehen auf typische Ansätze ein:

Risiko Arbeitslosigkeit

Der Staat springt im Falle von Arbeitslosigkeit mit 60 bis 67 Prozent des letzten Nettogehaltes ein. Viele Menschen schaffen es jedoch mit diesem geringeren Monatseinkommen nicht, ihre Verbindlichkeiten aus Miete, Ratenzahlungen für das Auto, der Nachhilfe für die Kinder und den Grundbedürfnissen wie Lebensmittel oder Bekleidung zu begleichen. Die entstehende Lücke lässt sich über eine zusätzliche Kreditversicherung schließen. Sie sichert bei nicht selbst verschuldeter Arbeitslosigkeit für einen bestimmten Zeitraum die monatlichen Ausgaben ab. Man bezeichnet diese Absicherung auch als private oder zusätzliche Arbeitslosenversicherung oder Ratenschutzversicherung. Dass diese künftig an Bedeutung zunimmt, ist mit Blick auf die Prognose zu steigenden Privatinsolvenzen zu vermuten.

Risiko Berufsunfähigkeit oder Tod

Besonders bei langfristigen Finanzierungen, etwa einer Immobilienfinanzierung, kann der Ausfall eines Einkommens etwa durch Tod oder Berufsunfähigkeit erhebliche Folgen haben. Eine Restschuldversicherung kann beispielsweise die verbleibenden Kreditraten oder die Restschuld absichern. Je nach Vertrag können auch Leistungen bei Berufsunfähigkeit enthalten sein.

Der Leistungsumfang solcher Versicherungen unterscheidet sich erheblich. Möglich sind beispielsweise:

  • die Übernahme der Kreditraten für einen bestimmten Zeitraum,
  • eine monatliche Zahlung an die versicherte Person oder Angehörige oder
  • die Auszahlung einer Einmalzahlung.
 

Diese Fragen müssen vor Vertragsabschluss besprochen und geklärt werden. Wir empfehlen Ihnen erfahrene und umsichtige Versicherungsmakler, beispielsweise Marco Tholen von der Assekuron GmbH (Mail: tholen@assekuron.de).

Bei der Wa-Ka finden Sie Antworten zur Warenkreditversicherung

Als Fachmakler für Kreditversicherung beraten wir Unternehmen bei allen Fragen rund um die Warenkreditversicherung. Wir lotsen Sie durch alle Fragen zur (Waren)-Kreditversicherung und beraten fortlaufend zu Ihren Risiken und Pflichten – auch nach Vertragsabschluss. Mehr Informationen zur klassischen Warenkreditversicherung und ihrer Zusatzprodukte finden Sie an dieser Stelle.

Sprechen Sie uns an, wir unterstützen Sie gern.

Wenn Sie dagegen eine Versicherung für einen privaten Kredit suchen, empfehlen wir Ihnen, sich an einen auf Privatkunden spezialisierten Versicherungsexperten zu wenden.

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