Vertrauensschadenversicherung (VSV)

Eine Versicherung, die kaum ein Unternehmer wirklich haben möchte. Mehr noch: deren Sachverhalt viele Unternehmer am liebsten aus dem Bewusstsein verbannen mögen. Und gerade deshalb sollte sich jeder Unternehmer mit ihr auseinandersetzen. Und: Gefahren absichern.

Üblicherweise basiert jeder Geschäftsvorgang eines Unternehmens auf Vertrauen – von der Anbahnung bis zur Auslieferung, von der Neueinstellung bis zur Beförderung von Personal. Dennoch kommt es immer wieder zu Vertrauensmissbrauch. Entsteht Ihnen dabei ein Vermögensschaden, springt die Vertrauensschadenversicherung ein.

Wovor müssen Sie auf der Hut sein? Wir nennen Ihnen die typischen Schadenfälle:

Betrug durch eigene Mitarbeiter

Hätten Sie geahnt, dass die größte Gefahr dabei von den eigenen Mitarbeitern ausgeht? Ob Betrug, Diebstahl oder Unterschlagung, ob Kurzzeitpraktikant oder langjähriger Angestellter auf Leitungsebene: Immer wieder kommt es zu schmerzhaften Erkenntnissen – und hohen Schäden. Durchschnittlich 115.000 Euro ergaunern kriminelle Mitarbeiter, bevor sie aufliegen, wie eine Untersuchung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherer ergab. Eine Schadenssumme in Höhe von 225 Millionen Euro bezifferte der Verband für das Jahr 2018 – und weil aus Angst vor Imageschäden und Scham viele Fälle gar nicht angezeigt werden, dürfte die Dunkelziffer um einiges höher liegen. 

Betrug durch unbekannte Dritte

Dilletantisch erstellte Erpresser-Mails wurden längst durch ausgeklügelte Betrugsmaschen abgelöst, denen Jahr für Jahr mehr Unternehmen auf den Leim gehen. Häufig manipulieren die Betrüger per "Man-in-the-Middle-Angriff" die Firmenkorrespondenz und können etwa als "Fake President" Zahlungsanweisungen täuschend echt fälschen. Oder die Kriminellen hacken sich in Ihr Netzwerk, stehlen Daten (Stichwort Wirtschaftsspionage) und legen Ihre Systeme lahm. Stark verbreitet ist auch der Eingehungsbetrug: Kriminelle bestellen Ware – häufig unter Vortäuschung einer falschen Identität inklusive einer perfekt kopierten Internetpräsenz tatsächlich existierender Abnehmer – und verschwinden nach Lieferung vom Erdboden. Ware weg, Geld weg.

Die Digitalisierung verschaffte Betrügern zahlreiche neue Möglichkeiten, intern wie extern. Und seit zahlreiche Unternehmen während der Corona-Krise ihre Mitarbeiter großzügig aus dem Homeoffice arbeiten ließen, sind die Risiken noch einmal gestiegen. Hier gilt es nun, technisch nachzubessern, die Angestellten zu schulen und: bei aller Vorsicht verbleibende Risiken ausreichend abzusichern. Eine VSV empfiehlt sich dabei als Ergänzung zur Cyberversicherung, die viele ungedeckte Risiken berücksichtigt.

Vor Betrug schützen und Schäden absichern.

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Jens Kammann

kammann@wa-ka.de

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